Miro Muheim ist in die Saisonvorbereitung des Hamburger SV zurückgekehrt. Mit der Rückkehr des Schweizer Verteidigers ins Mannschaftstraining stellt sich jedoch zunehmend eine wichtige Frage: Ist dies möglicherweise seine letzte Saison im HSV-Trikot?
Der 28-jährige Linksverteidiger meldete sich am Montag nach seinem verlängerten Urlaub im Anschluss an die Weltmeisterschaft zurück und stieg unmittelbar ins Mannschaftstraining in Herzogenaurach ein. Damit bereitet sich Muheim auf seine insgesamt sechste Saison bei den Rothosen vor.
Seine langfristige Zukunft in Hamburg ist allerdings weiterhin ungeklärt.
Noch keine konkreten Gespräche über eine Verlängerung
Muheims Vertrag beim HSV läuft bis 2027. Damit steht der Verein schon bald vor einer wichtigen Entscheidung. Obwohl der Schweizer zu den festen Größen in Merlin Polzins Mannschaft gehört, soll es bislang noch keine konkreten Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung gegeben haben.
Laut dem Hamburger Abendblatt spielte dabei auch die Weltmeisterschaft eine Rolle. Das Turnier bot Muheim die Möglichkeit, sich international ins Schaufenster zu stellen und möglicherweise das Interesse anderer Vereine zu wecken.
Die erhofften großen Angebote blieben nach einem Turnier mit Licht und Schatten jedoch aus.
Nun soll der HSV dem Bericht zufolge zeitnah das Gespräch mit dem Linksverteidiger suchen. Eine mögliche Verlängerung seines Vertrags dürfte dabei eines der zentralen Themen sein.
Muheim selbst hält sich bei Fragen zu seiner Zukunft weiterhin bewusst zurück.
Das erklärte der Schweizer Nationalspieler gegenüber Bild.
Gleichzeitig machte Muheim deutlich, dass er sich während seines Urlaubs nicht mit seiner Zukunft beschäftigt habe. Auch gesprochen habe er darüber in dieser Zeit nicht.
HSV fehlt eine echte Alternative auf der linken Seite

Die Bedeutung der Personalie wird auch dadurch deutlich, dass Muheim weiterhin die klare Nummer eins auf der Linksverteidigerposition ist.
Für den HSV ist es deshalb umso wichtiger, möglichst früh Klarheit über die Zukunft des 28-Jährigen zu schaffen. Denn die Alternativen im Kader sind derzeit begrenzt.
Nach einer überzeugenden Vorbereitung hat sich der junge Louis Lemke als erste Option hinter Muheim herauskristallisiert. Cheftrainer Merlin Polzin will den Nachwuchsspieler allerdings behutsam an den Profifußball heranführen.
„Die Alternativen für die linke Schiene sind im Moment einfach nicht da. Louis hat es super gemacht, er ist topfit und bei der Intensität immer vorne dabei“, erklärte Polzin.
Der HSV-Trainer fügte hinzu:
«„Mir geht es jetzt aber erst einmal darum, dass er den Sprung von der Jugend- in den Herrenbereich schafft.“»
Eine wichtige Entscheidung rückt näher
Für Miro Muheim könnten die kommenden Wochen und Monate damit richtungsweisend werden.
Der HSV muss entscheiden, ob er einen seiner wichtigsten Defensivspieler langfristig an den Verein binden möchte oder sich auf die Möglichkeit vorbereiten muss, dass Muheim in absehbarer Zukunft vor einem Abschied steht.
Aktuell bleibt der Schweizer ein wichtiger Bestandteil von Polzins Planungen. Sollte es jedoch zu keiner Einigung über einen neuen Vertrag kommen, dürfte die Diskussion um seine Zukunft weiter an Fahrt aufnehmen.
Die entscheidende Frage lautet daher längst nicht mehr, welchen Stellenwert Muheim beim HSV besitzt. Es geht vielmehr darum, ob der Schweizer auch über 2027 hinaus das berühmte rot-weiße Trikot des Hamburger SV tragen wird.
Leave a Reply